Archiv für die Kategorie „Dietrich“

Der Dietrich ist ein einzigartiger Klassiker, welcher vor allem in Kriminal- und Detektivfilmen verwendet wird. Doch auch im Alltag erfährt der Dietrich eine oftmalige Verwendung, denn die Schlösser von früher gaben dem Werkzeug ohne weiteres nach. Der Hakenschlüssel ist vor allem auf die Benutzung bei Bartbuntschlössern ausgerichtet, der Dietrich kann allerdings viele verschiedene Schlossarten angewendet werden und ist daher mit einem Hakenschlüssel nicht zu vergleichen. Der Dietrich wird in Fachkreisen der Handwerker unter anderem auch als Lockpick bezeichnet, dies rührt von der Technik Lockpick, durch welche Schlösser ohne Schlüssel geöffnet werden können. Der Vorteil eines Dietrichs besteht darin, dass dieser jegliche Schlösser öffnen kann, ohne dass diese Schaden nehmen. Die wohl bekanntesten Arten des Dietrichs sind der Halbdiamant, die Schlange und der Haken. Bei modernen Sicherheitsschlössern kann der Dietrichs nicht angewendet werden, bei allen anderen und vor allem älteren Schlössern hat der Dietrich den Schließmechanismus allerdings innerhalb weniger Sekunden überwunden.

Ein Dietrich ist eigentlich sehr leicht anzuwenden, allerdings bedarf es einiger Übung, damit dieser auch schnell und unauffällig angewendet werden kann. Der passende Schlüssel fügt sich perfekt ins Schloss ein und kann daher auch schnell gedreht und benutzt werden. Beim Dietrich muss allerdings zunächst die Schlossöffnung gesucht und im Anschluss vorsichtig gedreht werden. Dies ist zwar einfach, viele Personen müssen das Einführen allerdings erst üben und sich daran gewöhnen. Früher wurden alle Schlösser und vor allem auch Wohnungstüren mit dem Dietrich geöffnet, dies hat sich mittlerweile geändert, denn Sicherheitsschlösser können durch den Dietrich nicht mehr geöffnet werden. Das Zimmerschloss in der Wohnung kann jedoch immer noch mit dem Dietrich geöffnet werden, falls dieses aus Versehen geschlossen war.

In vielen Regionen wird der Dietrich unter anderem auch als Anton oder Peter bezeichnet. Der Dietrich ist in vielen Haushalten zum Bestandteil geworden, denn Schlüssel können schnell verloren gehen. Oftmals gehen Schlösser auch schnell kaputt oder verbiegen sich, sodass die Tür nur noch durch den Dietrich oder einen Austausch des Schlosses geöffnet werden kann. Der Dietrich ist für viele Arten von Schlössern geeignet, obwohl er für den Einbruch nicht mehr geeignet ist und die alten Kriminellen bereits neue Wege suchen mussten, ist der Dietrich im zivilen Einsatz wohl noch sehr beliebt.

Wer ein Schloss ohne jegliche Zerstörung früher öffnen wollte, brauchte ihn – den Dietrich. Den Begriff für dieses praktische Allroundwerkzeug gibt es übrigens tatsächlich schon seit dem 15. Jahrhundert im deutschen Sprachgebrauch. Der Dietrich wurde in der Vergangenheit im allgemeinen Sprachgebrauch auch gern einmal als Diebschlüssel bezeichnet. Warum, das erklärt sich hier praktisch von selbst, denn die einfachen Schlösser der vergangenen Tage gaben dem Dietrich problemlos nach.

Als Sperrwerkzeug ist der Dietrich ein echter Klassiker, der aber häufig mit dem Sperrhaken oder auch Hakenschlüssel verwechselt wird. Der Sperrhaken ist allerdings ausschließlich für das Öffnen von Buntbartschlössern ausgerichtet, der Dietrich kann dagegen verschiedene Schlösser öffnen. Der Dietrich ist im Fachjargon auch heute noch als Lockpick bekannt – so, wie eben das Öffnen der Schlösser ohne den entsprechenden Schlüssel als Lockpicking bezeichnet wird. Der Haken, die Schlange sowie der Halbdiamant sind die wesentlichen Arten des Lockpick oder auch Dietrich, mit dem sich viele verschiedene Schlösser einfach – und vor allem ohne diese zu zerstören – Öffnen lassen.

Auch wenn es sich sehr einfach anhört, mit einem Dietrich ein Schloss zu öffnen – etwas Übung bedarf es schon, ein Schloss mit diesem Werkzeug schnell zu öffnen. Im Gegensatz zum passenden Schlüssel zum Schloss, der genau greift, muss mit dem Dietrich die Öffnung des Schlosses mit viel Fingerspitzengefühl betrieben werden.

Während früher praktisch alle Schlösser – auch die von Wohnungstüren – einfach mit dem Dietrich geöffnet werden konnten, hat sich das aber, zum Glück kann man sagen, inzwischen geändert, denn moderne Sicherheitsschlösser sind für den Dietrich ein unüberwindbares Hindernis. Hier nutzt auch der Dietrich nichts mehr, wenn der Schlüssel in der Tür von innen steckt oder sonst in der Wohnung vergessen wurde. Die klassische Zimmertür bzw. deren Schloss kann mit dem Dietrich aber immer problemlos geöffnet werden, wenn zum Beispiel der Zimmerschlüssel verschwunden ist.

Durch die Veränderungen bzw. Modernisierungen in der Schließtechnik, die auch im Hinblick auf die Sicherheit große Modifizierungen erfahren haben, ist der Dietrich inzwischen ein nicht mehr sehr gebräuchliches Werkzeug, im Bereich der Schließtechnik aber trotzdem noch in Gebrauch.

Der Dietrich wird in manchen Regionen auch “Peter” oder “Anton” genannt. Der Dietrich ist ein Werkzeug zum zerstörungsfreien Öffnen von bestimmten Schlössern. Der klassische Dietrich ist ein Sperrwerkzeug, mit dem Schlösser wie z. B. Chubbschlösser entsperrt werden. Fälschlicherweise wird der Dietrich oft mit einem Sperrhaken bzw. einem Hakenschlüssel verwechselt. Ein Hakenschlüssel jedoch dient lediglich zum Aufsperren von Buntbartschlössern. Vom Schlüsseldienst wird der Dietrich heute kaum noch als Werkzeug verwendet.