Die Leichtathletik WM in Berlin ist zu Ende gegangen und wir haben tolle, spektakuläre Wettkämpfe, begeisterte Zuschauer auf den Rängen und eine sehr gute Organisation gesehen. Die Medaillenausbeute der deutschen Sportler gibt auch Anlass zur Freude, doch auch diesmal stand nicht immer nur der Sport im Mittelpunkt. War vor der WM noch von schlechtem Marketing und wenig verkauften Karten die Rede, so machten während der Leichtathletik WM andere Schlagzeilen ebenso von sich reden. So steht die Frage nach dem richtigen Umgang mit Dopingtrainern aus der ehemaligen DDR und deren Opfern im Fokus vieler. Die Medien taten natürlich alles, um die verbale Entgleisung unseres Weltmeister Harting auszuschlachten und so vom eigentlichen Wettkampf abzulenken.
Natürlich muss auch dieses Zeitzeugnis entsprechend aufgearbeitet werden, aber bitte nicht auf Kosten der Sportler, die sich durch reguläre Mittel zur Hochform gepuscht haben. Die verbalen Entgleisungen vom Diskuswerfer Harting sind schon nachvollziehbar, wenn einige Leute den Ausschluss von Harting fordern, weil dessen Trainer eng in die Dopingpraktiken der DDR verwickelt war. Soll etwas der Sportler hierfür büßen? Das ist doch sehr zweifelhaft.

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